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Vergnügliches Stiftungsfest der Allendorfer Jubiläumsstiftung

Bilderschau vom Allendorfer Abend

Einen unterhaltsamen und vergnüglichen Abend erlebten die Gäste des Stiftungsfestes der Allendorfer Jubiläumsstiftung am letzten Oktobersamstag in der heimischen Schützenhalle. Vorsitzender Anton Lübke dankte allen Gästen und Beteiligten, die der Einladung der Stiftung gefolgt waren und sich auch am Programm beteiligt haben.

Zum Programm beitrugen die Freiwillige Feuerwehr, die auf der Bühne in dafür vorgeschriebener "Arbeitskleidung" an einer Autotür die Kraft einer Rettungsschere demonstrierte und sich dabei von Allendorfs Schützenkönigspaar Martin Schulte-Kramer und Simone Rehmes ("O, ist die aber schwer!") unterstützen ließen; der MGV "Cäcilia" Allendorf selbst sowie sein jüngster Vereinsspross, die "Rohrspatzen" (so benannt nach ihrem Dirigenten Frank Rohrmann), die Hespel-Nachbarschaft, der Schützenverein und die Pfarrgemeinde, die mittels  Plakatwänden  die jeweiligen Ereignisse des letzten Jahres Revue passieren ließen, die Kolpingsfamilie, die einen Vorgeschmack auf ihre Theatervorführung an gleicher Stelle in vierzehn Tagen bot und nicht zuletzt der Musikverein Allendorf, der die Veranstaltung insgesamt musikalisch umrahmte.

Und dann war da noch Pater Rainald Rickert von der Mescheder Benediktinerabtei Königsmünster, der schon beim Festakt zur Eröffnung des Allendorfer Jubiläumsjahres 2007 die Zuhörer in der Allendorfer Schützenhalle in den Bann gezogen hatte. Pater Rainald wies in seiner kurzen Festansprache auf Sinn und Notwendigkeit einer Stiftung hin, die ja nur funktionieren und segensreich wirken könne, wenn auch der finanzielle, sprich pekuniäre Rahmen stimme und fand schnell über die Bedeutungsdefinitionen des lateinischen  Geldbegriffs  "pecunia" und über dessen wortstammmäßigen Beziehungen zu "pecus" (Vieh) und "peculium" (Eigentum) zielstrebig seinen rethorischen Weg in die im Buch Genesis drastisch bildhaft dargestellten Familienplanungs- und -erhaltungsmethoden alttestamentarischer Stammesahnen bis hin zu seinem eigenen familiärem Ursprung aus einer sauerländisch-eifelisch/rheinländischen Verbindung, bei denen es lebensnotwendig  -zeitbedingt vor allem im Altertum-  um die sich am Umfang des Viehbestandes oder sogar an der Anzahl der Frauen und Kinder bemessenen Vermögensverhältnisse gegangen sei. In diesem Zusammenhang brach er eine Lanze für die Befreiung der Frauen aus der Abhängigkeit der Männer, von denen sie nahezu jahrtausendelang als deren persönliches Eigentum behandelt worden seien.

Er wünschte der Allendorfer Jubiläumsstiftung eine positive Entwicklung, so dass sie auf Jahrzehnte und Jahrhunderte segensreich für Allendorf wirken könne.

Erika und Anton Voss hatten sich schon einige Wochen vorher diesen Wunsch zu Herzen genommen und anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit der Stiftung einen namhaften Betrag zur Verfügung gestellt, mit dem das derzeit noch recht geringe Stiftungsvermögen mit einem Schlag verdoppelt werden konnte. Stiftungsvorsitzender Anton Lübke bedankte sich dafür bei ihnen mit einem Blumenstrauß.

Wie Pater Rainald angemerkt hatte, macht aber auch Kleinvieh Mist. Er forderte seine Zuhörer auf, für die Stiftung also viel "Mist zu machen". Die vom Königspaar Martin und Simone durchgeführte Hutsammlung ergab dann auch einen ansehnlichen Misthaufen von 670,20 Euro zugunsten der Stiftung! Aber wie schon der römische Kaiser Vespasian nach Einführung einer Latrinensteuer vor fast 2000 Jahren süffisant feststellen konnte, stinkt Geld nicht, egal wo es herkommt. So setzt die Jubiläumsstiftung also darauf, mit nicht stinkendem Geld den "Misthaufen" Stiftungsvermögen  weiter anwachsen lassen zu können.

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Stiftungsfest (zuletzt geändert am 30.10.11 18:43)